DHCP-Server
Navigation: Konfiguration > Dienste > DHCP-Server
Die Seite DHCP-Server konfiguriert das Gerät zur automatischen Vergabe von IP-Adressen an Clients, die über die LAN-, WAN- oder Docker-Schnittstelle verbunden sind. Bei Aktivierung beantwortet die IRF1000 DHCP-Anfragen von Netzwerk-Clients und weist ihnen eine IP-Adresse aus einem definierten Adressbereich sowie die DNS-Server-Konfiguration zu. Damit entfällt die manuelle IP-Konfiguration an jedem einzelnen Endgerät. Der DHCP-Server wird typischerweise auf der LAN-Schnittstelle eingesetzt, um Maschinen und Geräten im lokalen Industrienetzwerk automatisch Adressen zuzuweisen. Die hier konfigurierten IP-Adressbereiche müssen im selben Subnetz liegen wie die IP-Adresse der jeweiligen Schnittstelle, die auf der Seite IP-Konfiguration festgelegt wird. Änderungen werden nach Klick auf Anwenden sofort wirksam, müssen aber über die Seite Speichern dauerhaft gesichert werden, um einen Neustart zu überdauern.

Voraussetzungen
- Das Gerät muss im IP-Router-Modus betrieben werden. Der DHCP-Server ist im Transparent-Bridge-Modus nicht verfügbar. Der Betriebsmodus wird auf der Seite IP-Konfiguration eingestellt.
- Die IP-Adresse und Subnetzmaske jeder Schnittstelle, die DHCP bereitstellen soll, muss zuvor auf der Seite IP-Konfiguration konfiguriert werden, bevor hier der Adressbereich definiert wird.
- Falls ein DNS-Proxy für DHCP-Clients benötigt wird, konfigurieren Sie diesen auf der Seite DNS-Proxy.
Einstellungen
Allgemein
- Aktiviere DHCP-Server
- Aktiviert den DHCP-Dienst. Das Gerät antwortet dann auf DHCP-Anfragen auf den ausgewählten Schnittstellen mit dem konfigurierten IP-Adressbereich und der Nameserver-Konfiguration.
- Aktiviere DHCP-Debugging
- Aktiviert die detaillierte Protokollierung aller DHCP-Anfragen und -Antworten im Eventlog. Verwenden Sie diese Einstellung zur Fehlersuche bei Problemen mit der DHCP-Adressvergabe. Deaktivieren Sie die Funktion im Normalbetrieb, um das Protokollvolumen zu reduzieren.
- Auf folgenden Schnittstellen
-
Wählt die Schnittstellen aus, auf denen der DHCP-Server auf Anfragen reagiert. Jede Schnittstelle kann über ein eigenes Kontrollkästchen unabhängig aktiviert werden.
LAN: Stellt DHCP auf der lokalen Netzwerkschnittstelle bereit. Dies ist die gebräuchlichste Konfiguration zur IP-Adressvergabe an Geräte auf der geschützten Seite der Firewall.
WAN: Stellt DHCP auf der WAN-Schnittstelle bereit. Verwenden Sie diese Option nur, wenn das Gerät Clients auf der WAN-Seite Adressen zuweisen soll.
DOCKER: Stellt DHCP auf der Docker-Bridge-Schnittstelle bereit. Verwenden Sie diese Option, wenn Docker-Container eine dynamische IP-Adressvergabe durch das Gerät anstelle des Docker-internen DHCP benötigen.
Schnittstelle: LAN
- Start-IP-Adresse
- Die erste IP-Adresse des Bereichs, den der DHCP-Server an LAN-Clients vergibt. Diese Adresse muss im selben Subnetz liegen wie die auf der Seite IP-Konfiguration konfigurierte LAN-IP-Adresse.
- End-IP-Adresse
- Die letzte IP-Adresse des Bereichs, den der DHCP-Server an LAN-Clients vergibt. Zusammen mit der Start-IP-Adresse definiert sie den Pool der verfügbaren Adressen.
- DHCP-Lease-Zeit
- Die Gültigkeitsdauer einer zugewiesenen IP-Adresse in Sekunden. Nach Ablauf der Lease-Zeit muss der Client eine Erneuerung anfordern. Typische Werte reichen von 3600 (1 Stunde) für Umgebungen mit häufig wechselnden Geräten bis 86400 (24 Stunden) oder länger für stabile Installationen.
Schnittstelle: WAN
- Start-IP-Adresse
- Die erste IP-Adresse des Bereichs, der an WAN-Clients vergeben wird. Diese Adresse muss im selben Subnetz liegen wie die WAN-IP-Adresse der Schnittstelle.
- End-IP-Adresse
- Die letzte IP-Adresse des Bereichs, der an WAN-Clients vergeben wird.
- DHCP-Lease-Zeit
- Die Gültigkeitsdauer einer zugewiesenen IP-Adresse auf der WAN-Schnittstelle in Sekunden.
Schnittstelle: DOCKER
- Start-IP-Adresse
- Die erste IP-Adresse des Bereichs, der an Docker-Clients vergeben wird. Diese Adresse muss im selben Subnetz liegen wie die Docker-IP-Adresse der Schnittstelle.
- End-IP-Adresse
- Die letzte IP-Adresse des Bereichs, der an Docker-Clients vergeben wird.
- DHCP-Lease-Zeit
- Die Gültigkeitsdauer einer zugewiesenen IP-Adresse auf der Docker-Schnittstelle in Sekunden.
ACHTUNG
Der IP-Adressbereich jeder Schnittstelle muss im gleichen Subnetz liegen wie die IP-Adresse der Schnittstelle selbst. Stimmt der Bereich nicht mit dem Subnetz der Schnittstelle überein, erhalten DHCP-Clients Adressen, über die keine Kommunikation mit dem Gateway möglich ist. Überprüfen Sie das Subnetz der Schnittstelle auf der Seite IP-Konfiguration, bevor Sie den Adresspool konfigurieren.
Sicherheit
Aktivieren Sie den DHCP-Server nur auf Schnittstellen, auf denen eine automatische Adressvergabe tatsächlich erforderlich ist. Ein auf der WAN-Schnittstelle aktiver DHCP-Server stellt den Dienst dem externen Netzwerk bereit und ermöglicht es unbefugten Geräten, eine Netzwerkkonfiguration zu beziehen. In sicherheitskritischen Umgebungen ist eine statische IP-Vergabe vorzuziehen — deaktivieren Sie den DHCP-Server vollständig, um die Angriffsfläche zu reduzieren. Falls DHCP-Debugging zur Fehlersuche aktiviert wurde, deaktivieren Sie es nach Abschluss der Diagnose, um eine übermäßige Protokollierung von Netzwerkaktivitäten zu vermeiden.