Modbus/RTU-Quellen
Navigation: Konfiguration > IoT > Quellen > Modbus/RTU-Quellen
Diese Seite konfiguriert die Modbus/RTU-Slave-Geräte, von denen die IRF1000 über die serielle RS-485-Schnittstelle Daten abfragt. Jeder Eintrag in der Quellentabelle repräsentiert einen Modbus-Slave am seriellen Bus, identifiziert durch seine eindeutige Unit-ID. Die Seite legt außerdem die seriellen Kommunikationsparameter (Baudrate, Datenbits, Stoppbits, Parität) fest, die für alle Geräte am Bus gelten. Sobald die Quellen hier konfiguriert sind, werden die konkreten Register, die von jeder Quelle gelesen werden sollen, auf der Seite Modbus/RTU-Metriken definiert. Der IoT-Assistent kann bei der Ersteinrichtung der gesamten IoT-Datenerfassungskette unterstützen. Änderungen werden nach einem Klick auf Anwenden wirksam, müssen aber über die Seite Speichern dauerhaft gesichert werden, um einen Neustart zu überdauern.

Voraussetzungen
- Die IRF1000 muss über eine RS-485-Schnittstelle verfügen. Vergewissern Sie sich, dass der RS-485-Port physisch mit den Modbus-Slave-Geräten verbunden ist.
- Alle Modbus-Slave-Geräte am Bus müssen dieselben seriellen Kommunikationsparameter verwenden (Baudrate, Datenbits, Stoppbits, Parität). Entnehmen Sie die seriellen Einstellungen der Dokumentation der jeweils angeschlossenen Geräte.
- Jedem Slave-Gerät muss eine eindeutige Modbus-Unit-ID (Bus-Adresse) zugewiesen sein, bevor es an den Bus angeschlossen wird.
Einstellungen
Serielle Parameter
Die seriellen Parameter gelten global für den RS-485-Bus. Alle an denselben Bus angeschlossenen Modbus/RTU-Slave-Geräte müssen mit identischen seriellen Einstellungen konfiguriert sein.
- Baudrate
- Die Baudrate für die serielle RS-485-Kommunikation. Übliche Werte sind 9600, 19200, 38400, 57600 und 115200. Der Standardwert ist 19200. Dieser Wert muss mit der Baudrate aller angeschlossenen Modbus-Slave-Geräte übereinstimmen.
- Datenbits
- Die Anzahl der Datenbits pro seriellem Frame. Übliche Werte sind 7 oder 8. Der Standardwert ist 8. Dieser Wert muss mit der Datenbit-Einstellung aller angeschlossenen Slave-Geräte übereinstimmen.
- Stoppbits
- Die Anzahl der Stoppbits pro seriellem Frame. Übliche Werte sind 1 oder 2. Der Standardwert ist 1. Dieser Wert muss mit der Stoppbit-Einstellung aller angeschlossenen Slave-Geräte übereinstimmen.
- Parität
- Der Paritätsmodus für die serielle Kommunikation. Verfügbare Optionen sind NONE (keine), EVEN (gerade) und ODD (ungerade). Der Standardwert ist NONE. Dieser Wert muss mit der Paritätseinstellung aller angeschlossenen Slave-Geräte übereinstimmen.
Quellentabelle
Die Quellentabelle listet die abzufragenden Modbus/RTU-Slave-Geräte auf. Verwenden Sie die Schaltfläche +, um einen neuen Quelleneintrag hinzuzufügen.
- Aktiv
- Aktiviert oder deaktiviert die Abfrage für diesen Quelleneintrag. Inaktive Einträge verbleiben in der Konfiguration, werden jedoch nicht abgefragt.
- Abfrageintervall
- Das Intervall in Sekunden, in dem die konfigurierten Register von dieser Quelle gelesen werden. Ein kürzeres Intervall liefert häufigere Datenaktualisierungen, erhöht jedoch den Busverkehr. Wählen Sie einen Wert, der der Änderungsrate der überwachten Prozessdaten angemessen ist.
- Maximale Blockgröße
- Die maximale Anzahl zusammenhängender Register, die in einer einzelnen Modbus-Anfrage von dieser Quelle gelesen werden können. Dieser Wert hängt von den Fähigkeiten des Slave-Geräts ab. Falls der Slave keine großen Blocklesevorgänge unterstützt, reduzieren Sie diesen Wert, um Kommunikationsfehler zu vermeiden.
- Unit-ID
- Die Modbus-Unit-ID (Bus-Adresse) des Slave-Geräts. Jeder Slave am RS-485-Bus muss eine eindeutige Unit-ID besitzen. Gültige Werte liegen typischerweise zwischen 1 und 247.
ACHTUNG
Die Unit-ID muss für jeden Slave am Bus eindeutig sein. Doppelte Unit-IDs verursachen Kommunikationskonflikte und unvorhersehbares Verhalten. Die seriellen Parameter (Baudrate, Datenbits, Stoppbits, Parität) müssen bei allen Geräten am selben RS-485-Bus identisch sein. Eine Abweichung bei einem der seriellen Parameter verhindert eine zuverlässige Kommunikation.
Sicherheit
Die serielle RS-485-Schnittstelle bietet keine integrierte Authentifizierung oder Verschlüsselung. Jedes physisch an den Bus angeschlossene Gerät kann an der Modbus-Kommunikation teilnehmen. Beschränken Sie den physischen Zugang zur RS-485-Verkabelung und zum seriellen Anschluss des Geräts. Aktivieren Sie die Modbus/RTU-Quellenabfrage nur, wenn die IoT-Datenerfassung von seriellen Geräten tatsächlich benötigt wird. Deaktivieren Sie nicht verwendete Quelleneinträge, um unnötigen Busverkehr zu reduzieren und die betriebliche Angriffsfläche zu minimieren.